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Auftreten, Verbreitung und Befall in Deutschland 2013

Die Kirschessigfliege breitete sich im Jahr 2013 in Deutschland weiter aus und wurde nun auch in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Sachsen nachgewiesen. In vielen Regionen, vor allem im Süden, waren im Jahr 2013 zudem weitaus höhere Fangzahlen als im Jahr 2012 zu verzeichnen und die Fliege wurde an vielen Standorten drei bis vier Wochen früher als im Jahr 2012 erfasst. Das Hauptauftreten erfolgte aber wie im Vorjahr im September und Oktober. Auch im November und Dezember waren fortlaufend Fänge zu verzeichnen. Besonders hohe Fänge (mehrere Hundert bis mehrere Tausend D. suzukii pro Woche) in Monitoringfallen gab es im Herbst in abgeernteten Kulturen, insbesondere Kirschen, in wilden Brombeeren sowie in alternativen Habitaten (Hecken, Waldränder, Wald).

Befall wurde ab August 2013 festgestellt, vor allem an späten Himbeeren und Brombeeren. Pro Frucht wurden aus Freilandproben bis zu 10-15 Larven nachgewiesen. Werden befallene Früchte bei Raumtemperatur gelagert, ist aufgrund der Fraßtätigkeit und Weiterentwicklung der Larven nach wenigen Tagen ein völliges Zerfließen der Früchte zu beobachten. Befall an Weintrauben wurde aus Baden berichtet. Die Befallsstärke war sortenabhängig und im Vergleich zu den Beerenfrüchten geringer. Befallen waren v.a. der „Rote Gutedel", „Dunkelfelder", „Acolon" und „Spätburgunder". Allerdings war zu beobachten, dass Eiablagestellen an den Trauben vernarbten und sich nur ein Teil der Eier, nämlich weniger als 20%, zu Adulten entwickelten.